Die Bremerhavener Grünen agieren mal wieder an der Wirklichkeit vorbei

Von: Christine Schnittker und Irene von Twistern

Die CDU Bremerhaven wundert sich doch sehr über die Bürgerschaftsabgeordnete und Stadtverordnete Sülmez Dogan, die allen, die sich zur Elternumfrage in Bezug auf Noten, Sitzenbleiben und Inklusion äußern, Polemik vorwirft. "Dies gilt dann wohl auch für ihren Fraktionskollegen und schulpolitischen Sprecher in Bremen Matthias Güldner, der bereits im November 2017 in einer Bürgerschaftsdebatte laut über die Rückkehr zur Notenvergabe nachgedacht hat", so Christine Schnittker, MdBB.

Verärgert reagiert Schnittker auch auf die Unterstellung, die CDU Bremerhaven würde erst jetzt eine Position zu diesen Themen beziehen. Im Gegenteil - bereits in der Legislaturperiode 2011-2015 hatte die CDU im Schulausschuss permanent die unverständlichen Lernentwicklungsberichte und die Abschaffung der Noten kritisiert. "Auch damals haben die Grünen schon die Sorgen und Wünsche der Eltern schlichtweg ignoriert und stumpf ihren ideologischen Weg weiter bestritten", so Schnittker, die damals schulpolitische Sprecherin der CDU Bremerhaven war.

Ähnlich reagiert auch die jetzige schulpolitische Sprecherin Irene von Twistern: "Es ist schon sehr dreist, für sich als Partei reklamieren zu wollen, man würde jetzt die Personalfrage an den Schulen nicht nur in den Fokus nehmen, sondern auch lösen!" "Das beherrschende Thema aller Ausschüsse und Beschlüsse der letzten Zeit war und ist die Personalfindung und Personalqualifizierung für die Schulen. Zudem hat die Bürgerschaftsfraktion der CDU auf Initiative der CDU Bremerhaven in der Bürgerschaft einen Beschluss zur Übernahme der Kosten für nicht unterrichtendes Personal erwirkt. Wo ist da Frau Dogan, die sich aktiv für die Bremerhavener Belange einsetzt?"

Empörend sei auch, so von Twistern, so zu tun, als wäre der festgestellte hohe Personalbedarf bei der Inklusion eine neue Erkenntnis. Man wusste bereits bei der Verabschiedung der damals neuen Schulstruktur, dass man dazu viel Geld und viel Personal, vor allem auch für die Förderung braucht, und dies zum Beispiel auch, wenn man das Sitzenbleiben abschafft. Bitter sei nur, dass man auch damals schon wusste, dass beides nicht zur Verfügung steht.

"Zu den pädagogischen Äußerungen von Frau Dogan," so von Twistern, "gebe ich nur den guten Rat, sich bei so wenig Fachkenntnis nicht so weit aus dem Fenster zu lehnen! Die Schulnoten "von Früher" gibt es in allen Bundesländern, sie sind nach wie vor ein probates Vergleichsinstrument, das von allen, auch von Arbeitgebern verstanden wird und signalisiert bei Weitem mehr Informationen, als man die Öffentlichkeit glauben machen will."

Schnittker und von Twistern abschließend: "Die CDU ist nicht bereit, Probleme ständig unter den Teppich zu kehren und alles, was in Schule falsch läuft, schön zu reden. Es muss offensiv einiges geändert werden, damit unsere Schülerinnen und Schüler eine Wettbewerbschance haben und fürs Leben gerüstet sind. Alles andere ist fahrlässig."