Erst muss die Verantwortung über Havarie der Seute Deern geklärt werden

Mittlerweile ist bekannt geworden, dass sich die Havarie der Seute Deern laut Rechtsgutachten auf rund 5 Millionen Euro belaufen wird. Die Abwrackkosten belaufen sich mittlerweile auf 2,5 bis 3 Millionen Euro, dazu kommen noch die Bergungs- und Abschleppkosten, die Kosten für die Demontage des Schiffs und die Kosten für die Entsorgung des belasteten Materials. Nun sollen das Land und die Stadt Bremerhaven, damit der Steuerzahler, die gesamten Kosten anstandslos übernehmen?

 

„Es geht für ich immer noch um die Frage, wie es zur Havarie im August 2019 kommen konnte“, so CDU Fraktionsvorsitzender Thorsten Raschen. „Die Verantwortung für die Kontrolle und Überwachung des Schiffes lag eindeutig beim Deutschen Schifffahrtsmuseum, vor allem nach dem Brand Anfang 2019. Seither war auch die Nutzung der Gastronomie und die Überwachung durch das Personal nicht mehr gegeben.“ Schon vor dem Brand musste das 100 Jahre alte Schiff durch Pumpen gesichert werden, der desolate Zustand der Seute Deern war also allen Verantwortlichen bekannt. „Nun sollen die Stadt Bremerhaven und das Land die rund 5 Millionen Euro anstandslos übernehmen?“, hakt Raschen nach. „Es ist an der Zeit, dass von Prof. Dr. Kleingärtner endlich darlegt, welche personellen oder technischen Absicherungsmaßnahmen gegen einen solchen Ausfall angeordnet wurden, dafür braucht es keine großen Summen. Wäre es nicht zur Havarie gekommen, hätte eine gute Chance bestanden, das Schiff zu retten. Durch die Havarie ist diese Chance vertan worden und hier soll ein ominöses juristisches Gutachten die Schuldfrage vernebeln. Die Bremerhavener und Bremerhavenerinnen haben eine faire Antwort verdient.“

Raschen stellt klar: „Bevor der Vorgang und die Versäumnisse des Deutschen Schifffahrtsmuseums nicht aufgeklärt werden, wird es seitens der CDU keine Beteiligung der Kosten an den rund­­­ 5 Millionen Euro geben. Es kann nicht sein, dass man sich hier einfach aus der Verantwortung stiehlt.“