Bremerhavener Weihnachtsmarkt ist Lebensfreude

Von: Erlebnis Bremerhaven

Reduzierte Beleuchtungszeiten tragen der aktuellen Stromkostendebatte Rechnung

Auf ein deutliches Bekenntnis zum diesjährigen Bremerhavener Weihnachtsmarkt haben sich heute Schausteller und Schaustellerinnen sowie Vertreter und Vertreterinnen der Politik, des Handels und des Veranstalters verständigt. „Der Lichterglanz ist seit 2018 das Markenzeichen unseres Weihnachtsmarktes, er lockt in der dunklen Jahreszeit viele Menschen aus Nah und Fern in die Innenstadt“, betont Dr. Ralf Meyer, Geschäftsführer der Erlebnis Bremerhaven GmbH, die Bedeutung. Die städtische Gesellschaft veranstaltet seit 2021 den gesamten Weihnachtsmarkt vom Theodor-Heuss-Platz bis zur Großen Kirche. 
Thorsten Raschen (MdBB), Fraktionsvorsitzender der Bremerhavener CDU, ergänzt: „Unser festlich beleuchteter Weihnachtsmarkt bringt den Menschen die in diesen Zeiten dringend benötigte Lebensfreude“. 
Dennoch wird in der Laufzeit vom 21. November bis zum 30. Dezember die Beleuchtung den aktuellen Diskussionen um Stromersparnis angepasst: „In den Bäumen und den attraktiven Lichtobjekten sowie bei der Dekoration wird von 15.30 bis 21.30 Uhr das Licht erstrahlen“, konkretisiert Dr. Ralf Meyer den Beitrag des Weihnachtsmarktes zu erwünschten kommunalen Einsparungsbemühungen. Im Vorjahr erstrahlte die Innenstadt auch von 7 bis 9 Uhr und 15.30 bis 23 Uhr. Mit den reduzierten Beleuchtungsstunden erwarten die Beteiligten für 2022 eine Ersparnis von rund 30 Prozent. „Dennoch bleibt die besondere Qualität des Bremerhavener Weihnachtsmarktes erhalten“, freut sich Dr. Ralf Meyer.

Zur Kostenreduktion trägt auch die Winterbeleuchtung im Anschluss an den Weihnachtsmarkt bei, die diesmal ebenfalls verkürzt vom 1. bis zum 31. Januar 2023 von 15.30 bis 20.30 Uhr angeschaltet wird. 

2018 wurde die gesamte Beleuchtung erneuert und modernisiert, mittlerweile erhellen in der dunklen Adventszeit rund 20.000 LED Leuchten die Innenstadt. Die LED Technik zeichnet sich durch ihren guten Wirkungsgrad und den damit verbundenen geringen Energieverbrauch aus. 

Die Umstellung vor vier Jahren hat nach Berechnungen der Erlebnis Bremerhaven GmbH bereits zu einer Stromkostenersparnis von rund 40 Prozent gegenüber den Vorjahren geführt. 2021 verbrauchte der Lichterglanz von Bäumen, Lichtobjekten und Dekoration rund 6850 Kilowattstunden vom Beginn des Weihnachtsmarktes im November bis zum Ende des Winterglanzes im Februar 2022. 

„In festlich geschmückter Umgebung wird die Suche nach Geschenken in den Geschäften bei einem anschließenden Glühwein oder einer Bratwurst zu einem echten Erlebnis“, stellt Karlheinz Michen von der Bremerhavener SPD-Fraktion die besondere Attraktivität der der Innenstadt zur Weihnachtszeit heraus. 

Auf der Suche nach weiterem Einsparpotenzial haben die Beteiligten auch über den Gebrauch der Heizstrahler gesprochen. Die Infrarotgeräte werden von den Schaustellern eingesetzt, um sich und ihre Mitarbeiter:innen bei besonders niedrigen Temperaturen zu wärmen und damit arbeitsfähig zu halten. „Deswegen haben wir von einem Verbot abgesehen und gehen von einem verantwortungsbewussten Einsatz aus“, betont Dr. Ralf Meyer. Das gilt auch für Heizpilze, die in den coronagetriebenen Vorjahren ein großes Thema waren. In vielen Städten sind diese wegen ihrer Klimaunfreundlichkeit verboten, im Lande Bremen aber erlaubt. In Bremerhaven finden diese jedoch keine Verbreitung.

Das Konzept des diesjährigen Bremerhavener Weihnachtsmarktes entspricht dem des Corona-Jahres 2021, in dem die Seestadt als eine der wenigen Städte den Mut zu einem Weihnachtsmarkt hatte. So werden die Buden wieder eine entzerrende Verbindung zwischen Theodor-Heuss-Platz und Großer Kirche herstellen. Sie werden in der „Bürger“ mit dem hübsch dekorierten „Rücken“ so vor die Geschäfte gestellt, dass Besucher:innen die Straße leicht queren können.