Zum Thema GHB: Aufsichtsratsmitglieder müssen demokratisch gewählt werden

Die andauernde Unruhe unter den Mitarbeitern beim Gesamthafenbetriebsverein (GHB) muss endlich beendet werden. Hier trägt insbesondere die Gewerkschaft Verdi eine besondere Verantwortung. Dass Vertrauensleute sich offen gegen die eigene Gewerkschaft stellen, ist ein Novum.

Thorsten Raschen, MdBB, Fraktionsvorsitzender und Mitglied im Hafenausschuss der Bremischen Bürgerschaft meint: „In größeren Unternehmen ist es in Deutschland gelebte Praxis, dass auch Arbeitnehmer Vertreter in den Aufsichtsrat entsenden können. Dies ist auch bei öffentlichen Unternehmen Standard. Durch diese Regelung wird sichergestellt, dass die Interessen der jeweiligen Belegschaft im Aufsichtsgremium gewahrt bleiben. Die entsendeten Mitglieder aus der Belegschaft brauchen aber eine Legitimation und eine solche Legitimation kann nur durch eine Wahl gewährleistet werden. Die Besetzung von Aufsichtsratsmandaten muss aus der Belegschaft heraus getroffen werden.“

Der Konflikt mit der Belegschaft des GHB muss dringend gelöst werden. Der Hafen benötigt weiterhin motivierte und flexible Mitarbeiter, um wettbewerbsfähig zu bleiben. „Das Vorgehen der Gewerkschaft Verdi, Aufsichtsratsmitglieder zu bestimmen und nicht demokratisch wählen zu lassen, muss dringend geändert werden“, so Thorsten Raschen abschließend.