Präventionsarbeit der Polizei Bremerhaven leidet unter Personalmangel

Die Auswirkungen des Personalmangels bei der Polizei sind mittlerweile spürbar. Der Paritätische Wohlfahrtsverband und das Forum Frauen und Gesundheit Bremerhaven kritisieren die Einstellung der Präventionsarbeit bei der Polizei Bremerhaven. Die CDU-Fraktion hat bereits mehrfach davor gewarnt, dass aufgrund der zu niedrigen Polizeistärke von 474 Beamten nicht mehr alle Arbeiten von der Polizei erfüllt werden können.

Die Konsequenzen liegen nun auf der Hand: Die Anzahl der Kontaktpolizisten muss reduziert werden, die Präventionsarbeit leidet massiv, dazu gehört auch die Bekämpfung von Einbruchskriminalität und Vorbeugen von Tatgelegenheiten.

Thorsten Raschen, MdBB, Fraktionsvorsitzender betont erneut: „Die Verantwortung liegt beim Rot-Grün-Roten Senat in Bremen, endlich die Finanzierung der Zielzahl von 528 Beschäftigten bei der Ortspolizeibehörde Bremerhaven sicherzustellen. Am 12. März 2021 besteht die Möglichkeit im Ausschuss für Öffentliche Sicherheit dem Senator für Inneres Ulrich Mäurer (SPD) den Unmut der Bremerhavener deutlich zu machen. Leider verweigert sich der Grüne Finanzsenator Dietmar Strehl, trotz mehrfacher Einladung, weiterhin der Diskussion.“

Die Aufgaben der Polizei werden immer umfangreicher. Obwohl das neue Polizeigesetz von der Rot-Grün-Roten Landesregierung verabschiedet wurde, ist diese nicht bereit, das Personal bei der Polizei Bremerhaven für den auferlegten Mehraufwand aufzustocken. Während die Zielzahl der Polizei in Bremen kürzlich auf 2.600 erhöht wurde und inzwischen eine Erhöhung auf 2.900 beschlossen wurde, wird Bremerhaven dahingehend einfach übergangen. „Vor Ort muss mehr Druck auf die Bremerhavener Abgeordneten der Bremischen Bürgerschaft von SPD, Grüne und den Linken ausgeübt werden. Sie müssen sich mehr in der Bremer Koalition für die Bremerhavener Interessen stark machen“, so Raschen. „Wir stehen weiterhin hinter unserer Polizei und kämpfen in Bremen für die Erreichung der Zielzahl für die von uns geforderten 528 Polizisten und Polizistinnen.“