CDU reagiert mit Unverständnis auf Bremer Vorgehen bei Selbsttests

Auf völliges Unverständnis stößt bei der Bremerhavener CDU-Fraktion die Entscheidung des Bremer Senats, bei der Beschaffung von Schüler-Selbsttests Bremerhaven wieder einmal zu übergehen.

Irene von Twistern, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion: „Bremen bedient mit 3,7 Mio. Euro wieder nur die Stadtgemeinde Bremen. Das werden wir so nicht hinnehmen! Wir fordern den Senat in Bremen nachdrücklich auf, derartig wichtige Entscheidungen für das ganze Land zu treffen und auch für Bremerhavener Schulen diese Selbsttests zu finanzieren! Die Bremer Fonds geben hierzu die Möglichkeit.“

Bremerhaven hat mit den Radartestungen einen eigenen und guten Weg beschritten, der inzwischen sogar von Bremen übernommen wurde. Sich für diese Selbstständigkeit Bremerhavens aber ständig rechtfertigen zu müssen und von Bremen unberücksichtigt und abgestraft zu werden, ist indiskutabel. Etwas irritiert zeigt sich von Twistern auch von den Äußerungen des Magistratssprechers. „Selbsttests an Schulen einzuführen“, so von Twistern, „heißt für Bremerhaven nicht, vom bisherigen Test-Vorgehen abzuweichen! Selbsttests sind neben den ohnehin praktizierten Hygienemaßnahmen und den Lüftungsgeräten eine zusätzliche Schutzmaßnahme für die Schulen.“

Bei jetzt immer mehr Schülerinnen und Schülern in den Schulen muss unbedingt auch bei den Schutznahmen weitergedacht werden. Da sich bisher weder Bremen noch Bremerhaven Gedanken über einen möglichen Umsetzungsplan für den logistischen Umgang mit Selbsttests gemacht habe, hält es die CDU für wenig zielführend, schon wieder eine im Vorfeld ablehnende Haltung einzunehmen.