Meine Meinung …

Jetzt hat die CDU sich auf den Weg gemacht, eine Frauenquote für politische Mandate einzuführen. Künftig sollen dann also 50 Prozent der Mandate auf weibliche Parteimitglieder oder weibliche Nicht-Mitglieder entfallen. Bedauerlicherweise sind zurzeit aber nur 26,5 % aller CDU-Mitglieder weiblich. Der Anteil der aktiven auf unteren Ortsebene liegt in der Regel noch niedriger.

Unter diesen Verhältnissen einen Anspruch auf 50 % der Mandate abzuleiten ist, gelinde gesagt, unanständig, vor allem, wenn es sich um Landtags- und Bundestagsmandate handelt. Ich glaube, in der Zukunft wird es dabei aber nicht bleiben. In Berlin entbrennt zurzeit eine Diskussion über eine Migrantenquote von 35% im öffentlichen Dienst inkl. Staatsanwaltschaft und Richter. Übertragen auf eine Partei fragt man sich: Was ist mit anderen gesellschaftlich relevanten
Gruppen? Also der Jungen Union und der Senioren-Union, Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen und Nicht-Behinderten, Christen und Nicht-Christen, Heterosexuellen und anderen Gruppen?

Für all diese Gruppen könnte / müsste die CDU doch dann eine Quote für politische Mandate einführen. Dann wären zumindest fast alle relevanten Gruppen angemessen vertreten. Zumal man sich dann die eine oder andere Wahl sparen könnte, da die Kandidatenlisten quotiert schon vorher feststehen.

P.S. Unter Formel1-Piloten, Mitarbeitern der Müllabfuhr, Gehirn-Chirurgen, 3-Sterne-Köchen und Kampfpiloten gibt es erheblich zu wenig Frauen. Könnte man das nicht mit einer Quote regeln?

Michael Teiser, stellv. Kreisvorsitzender