Kritik am Bremer Fußballverband im Umgang mit steigenden Corona-Zahlen – Schutz der Spieler hätte im Vordergrund stehen müssen

Der Bremer Fußballverband hat zu spät auf die Entwicklung der Zahlen in der Corona-Pandemie reagiert, allen voran ihr Präsident Björn Fecker, Abgeordneter der Bremischen Bürgerschaft und Fraktionsvorsitzender der Grünen. Als der OSC Bremerhaven zum Schutz und auf Wunsch der Spieler und Spielerinnen vier Mannschaften nicht in den Hotspot nach Bremen zum Punktspielbetrieb schicken wollte, wurde das vom Verband laut ihrer Statuten als „nicht angetreten“ – und damit als verloren - gewertet. Nun hat sich das Blatt gewendet:

Erst die vom OSC Bremerhaven aus eigener Tasche bezahlten Tests am letzten Wochenende, beim Heimspiel gegen den Blumenthaler SV, bewegten den Verband zum Nachdenken.

„Herr Fecker, der als Fraktionsvorsitzender der Grünen in der Bremer Regierung sämtliche Corona-Maßnahmen im öffentlichen Raum mitträgt, muss sich die Frage gefallen lassen, warum er sich im Fall OSC Bremerhaven hinter den Verbandsstatuten verkriecht. Zum Schutz der Spieler und Spielerinnen hätte man es den Mannschaften freistellen können, zum Punktspielbetrieb in Bremen anzutreten, das haben andere Verbände auch so gehandhabt“, kritisiert Detlef Müller, sportpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion Bremerhaven und fordert: „Herr Fecker sollte darüber nachdenken, sein Amt zur Verfügung zu stellen, da es ihn scheinbar immer wieder in Konflikt zu seinem politischen Mandat bringt.“

Die CDU-Fraktion Bremerhaven fordert deshalb, dass dem OSC Bremerhaven die Kosten für die Tests beim letzten Heimspiel erstattet werden und die Spiele, bei denen die OSC Mannschaften nicht angetreten sind, neu zu bewerten.