400 oder 2.000 oder 5.000 oder alle 13.000 aus dem Flüchtlingslager Moria?

Natürlich, wenn das griechische Flüchtlingsproblem damit gelöst wäre, könnte man allein in Deutschland alle 13.000 Flüchtlinge aufnehmen. Allerdings trifft diese Voraussetzung leider nicht zu. Allein auf den griechischen Inseln sind zurzeit gut 40.000 Flüchtlinge untergebracht. Für das Festland kann Griechenland die Anzahl legaler und illegaler Einwanderer kaum feststellen und in der Türkei halten sich zurzeit über 3 Mio. Flüchtlinge auf, von denen ein erheblicher Teil darauf hofft, über Griechenland den Weg nach Europa, insbesondere nach Deutschland,zu finden. Dazu kommen knapp 1 Mio. Flüchtlinge, die sich in Libyen aufhalten. Wie viele es in Nord-Afrika insgesamt sind, weiß niemand genau. Auf jeden Fall gibt es ständige Flüchtlingsbewegungen über das Mittelmeer.

 

Deutschland bleibt im Mittelpunkt der öffentlichen Betrachtung zur Lösung des Flüchtlingsproblems. 16 CDU-Bundestagsabgeordnete und die versammelte Linke, angeführt von der SPD und unterstützt von 95 % aller deutschen Journalisten versuchen jetzt,den Druck auf Innenminister Seehofer mit dem Eindruck zu erhöhen, es handele sich beim Flüchtlingslager Moria um die Lösung eines Einzelfalls ohne Auswirkungen auf die künftige Flüchtlingspolitik.

 

Ich meine, wenn nicht mehr der Bund,sondern die Bundesländer und die Kommunen zuständig wären Einreisegenehmigungen zu erteilen,würde Deutschland im Chaos versinken und die Wahlerfolge rechter Parteien wären nicht mehr absehbar. Es gäbe einen Wettlauf um die Frage, wer nimmt die meisten Flüchtlinge auf und ist deswegen der humanste Politiker.

 

Wieso fragt eigentlich niemand die Bevölkerung? Nur einen Tag brauchte das Forschungsinstitut Forsa um zu verkünden, 50 % der Bevölkerung wäre bereit, mehr Flüchtlinge aufzunehmen. Ob das tatsächlich der Realität entspricht, ist kaum feststellbar. Mir jedenfalls erscheint es unwahrscheinlich. Insofern ist Seehofers Zurückhaltung absolut nachvollziehbar.