Fachkonferenz Windforce: Thema OTB bleibt aktuell

Die 16. Fachkonferenz Windforce 2020 in Bremerhaven hat erneut deutlich gemacht, dass der Offshore-Terminal in Bremerhaven dringend benötigt wird. Die Windforce Conference ist der zentrale Treffpunkt der Offshore-Windenergie-Branche in Deutschland. Der Geschäftsführer von Bremen Ports, Robert Howe, fordert erneut den Bau des OTB, weil die bestehenden Hafenanlagen die schweren Komponenten der Offshore-Windanlagen nicht tragen können. Damit kritisiert er aber auch indirekt die Hafensenatorin Dr. Claudia Schilling (SPD). Die Hafensenatorin trägt die Verantwortung dafür, dass 2020 und 2021 jeweils 60 Mio. € für den OTB aus den Rücklagen entnommen werden, um bestehende Haushaltslücken im Landeshaushalt zu schließen.

Thorsten Raschen, MdBB Fraktionsvorsitzender in der Stadtverordnetenversammlung: „Die Fachkonferenz hat die Chancen für Bremerhaven im Bereich der Offshore-Windenergie, gerade beim Recycling der alten Windanlagen aufgezeigt. Nur steht das Geld für den Bau des dringend benötigten OTB nicht mehr zur Verfügung und schädigt damit die wirtschaftliche Entwicklung Bremerhavens. Die Gelder werden jetzt für Projekte in den stadtbremischen Häfen verwendet oder versickern ohne Potential im Landeshaushalt.“ Dass die Rot-Grün-Rote Landesregierung, die mit solchen Haushaltstricks arbeitet, jetzt bei der Genehmigung des städtischen Haushalts ein Haushaltssicherungskonzept einfordert, ist schon sehr dreist. „Anstatt Bremerhaven immer weiter zu schwächen, ist die Landesregierung in der Pflicht, gemeinsame Maßnahmen für die Zukunft der Stadt anzustoßen. Dazu gehört in erster Linie die Stärkung der Wirtschaft, um Arbeitsplätze zu sichern und zu schaffen“, so Raschen abschließend.