Gemeinsame Pressemitteilung der CDA und der (NGG) Nahrung-Genuss-Gaststätten

 !Warnstreik bei "NORDSEE"!

Die CDA und NGG fordern endlich einen gemeinsamen Dialog für die Mitarbeiter der NORDSEE, sowie den Standorterhalt der Verwaltung in Bremerhaven, den 03.09.2020

 

Es ist der dritte Tag des viertägigen Warnstreiks vor der Zentrale der "NORDSEE" Restaurantkette in der Herwigstraße in Bremerhaven. Ca. 30 Mitarbeiter und Vertreter der Gewerkschaft NGG fanden sich am heutigen Morgen vor der Zentrale der NORDSEE zum Warnstreik ein und trugen sich in die ausliegenden Streiklisten ein. Aus der Bremerhavener Politik waren bereits am Dienstag Claus-Dieter Raschen und Gabi Treschok, Vorstandsmitglieder der CDA Bremerhaven, zur Unterstützung der Streikenden vor Ort.Beide sicherten den Streikenden weiterhin die Solidarität der CDA zu.„Es ist traurig, dass die Führungsetage der NORDSEE kein Vorstandsmitglied zu den streikenden Mitarbeitern entsendet hat, um mit diesen in einen echten Dialog zu treten“, meint Claus-Dieter Raschen. „Dass die NORDSEE Führung aber ihren eigenen Mitarbeiter verbietet, das Verwaltungsgebäude zu betreten, um eventuell die Sanitäranlagen zu benutzen, zeigt doch wie dreist und feindseligdie Geschäftsführung den Mitarbeitern gegenübersteht und mit ihnen umgeht“, meint CD Raschen. Die NGG begrüßt die Unterstützung der CDA ausdrücklich: „Es ist unverzichtbar in Bremerhaven ein breites Bündnis für den NORDSEE-Standort Bremerhaven aufzubauen und deutlich zu machen, dass unsere Seestadt nicht dasprivate Casino von Kharis Capital ist“, sagt Moritz Steinberger, zuständiger Gewerkschaftssekretär bei der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten. Die Investmentfirma aus der Schweiz, die vor allem die Vermögen von millionenschweren Anlegern unter den derzeitigen Bedingungen der Niedrigzinsen vermehren soll, hatte die NORDSEE im vergangenen Jahr erworben. „Hier geht es um Grundsätzliches.“ betont Steinberger und führt aus: „Wir müssen uns fragen, ob wir es weiter zulassen wollen, dass abgehobene Finanzjongleure alteingesessene Unternehmen aufkaufen und auf Kosten von Belegschaft und Regionen versuchen, den noch letzten auffindbaren Cent aus funktionierenden Unternehmen zu pressen, wonach sich die betroffenen und bis zuletzt gut laufenden Betriebe in der Regel nicht mehr erholen und letztlich zerschlagen werden. Dabei werden nicht einfach nur wichtige Jobs der Gier von ohnehin Vermögenden geopfert, sondern ganze Erwerbsbiographien und Existenzen vernichtet. Das steht alles in keinem Verhältnis mehr“, so Steinberger.Nach Auffassung der NGG kann und darf es unternehmerische Freiheit nur gemeinsam mit unternehmerischer Verantwortung geben. Das ist zunächst die Verantwortung für die eigenen Belegschaft.Die NGG fordert die Geschäftsführung der NORDSEE daher auf,sich mit der NGG endlich zu ernsthaften Verhandlungen für einen Sozialtarifvertrag zusammenzufinden und die Blockadehaltung aufzugeben.Gaby Treschok (CDA) ergänzt: „Sich wegzuducken und die Dinge auszusitzen, sowie Entscheidungen hinter verschlossenen Türen zu treffen ist keine Lösung. So geht man nicht mit seinen Beschäftigten um. Wir fordern endlich Transparenz!“

Michael Krause Stellv. Kreisvorsitzender (CDA):,, Wir werden weiter stark bleiben und den Mitarbeitern der Nordsee zusammen mit der NGG den  den Rücken stärken!“