Bürgerinnen und Bürger über Trickbetrüger-Maschen stadtweit aufklären

Die Anzahl der Trickbetrügereien wie der „Enkeltrick“, „falsche Polizisten oder Handwerker“ steigen immer mehr an. Auch in Bremerhaven sind die sogenannten Straftaten zum Nachteil älterer Menschen (SÄM-Delikte) in den letzten Jahren stetig gestiegen. „Hierbei handelt es sich um besonders widerliche Machenschaften, die die Gutgläubigkeit und auch Ängste vor allem älterer Menschen ausnutzen“, so Christine Schnittker, stellv. Kreisvorsitzende CDU Bremerhaven.

Die Ortspolizeibehörde leistet bereits Aufklärungsarbeit über die sozialen Medien und auch über die Presse. Dennoch fallen jedes Jahr immer mehr Menschen auf diese Trickbetrüger rein, die die Senioren oft mit hohen Summen um ihre Ersparnisse bringen. Thorsten Raschen: „Die Polizei leistet gute Arbeit, ist aber auf die Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger angewiesen, die oft auch aus Scham Vorfälle im Nachgang gar nicht anzeigen. Ziel muss es sein, dass die Betroffenen sich sofort mit der Polizei in Verbindung setzten, sofern sie entsprechende Telefonanrufe erhalten. Nur so kann Schaden abgewendet werden“. Dafür ist die Aufklärungsarbeit ein wichtiger Punkt. Da viele ältere Menschen keinen Zugang zu sozialen Netzwerken haben und vermutlich auch nicht jeder die Tageszeitung liest, schlägt die CDU Bremerhaven vor, die Werbetafeln im Stadtgebiet zu nutzen. Die Seestadt hat Plakatflächen im gesamten Stadtgebiet zur Verfügung, um Großveranstaltungen in Bremerhaven zu bewerben. „Da diese nun coronabedingt ausfallen, könnte stattdessen eine Aufklärungskampagne der Polizei gegen die Trickbetrügereien geschaltet werden. Damit wird die Reichweite der Aufklärung stark erhöht“, sagt Schnittker. Raschen ergänzt: „Je mehr Aufmerksamkeit das Thema erhält, desto größer ist die Chance, Schaden von den Bürgerinnen und Bürgern abzuwenden“. Die CDU Bremerhaven wird kurzfristig einen entsprechenden Antrag in den Magistrat einbringen mit der Bitte um Prüfung der Möglichkeiten und zeitnaher Umsetzung.