...zur Sache Amthor:

Auch wenn die Übertragung von Aktien-Optionen nicht bei der Bundestagsverwaltung anzeigepflichtig ist, weil „zum Zeitpunkt der Gewährung kein direkter Vermögenszufluss besteht“, ist das Ziel eines solchen „Geschäfts“ ebenso politisch verwerflich, als wenn es einen klaren bezifferbaren Vermögenszufluss gegeben hätte. Das Ziel von Aktien-Optionen zu einem festgesetzten niedrigen Preis besteht darin, auf möglichst hohe Kursentwicklung der der Option zugrundeliegenden Aktie zu spekulieren oder aber durch eigenes Handeln, wie z. B. intensive Lobbyarbeit als Abgeordneter, diese Kursentwicklung positiv zu beeinflussen. Dies bedeutet, dass der Abgeordnete Amthor eben dieses mit „Gesprächen“ im Bundeswirtschaftsministerium beabsichtigt hat. Es ist leicht nachvollziehbar, dass ein Start-Up, welches Gesprächsthema bei Bundesminister für Wirtschaft ist, nach außen hin einen positiven Aspekt hat. Je höher letztendlich der Börsenkurs verläuft, umso attraktiver und wertvoller werden die entsprechend gewährten Aktien-Optionen. Ich meine, wer mit 24 Jahren in den Bundestag kommt und dafür monatlich ca. 15.000 Euro erhält, sollte in seiner ersten Legislaturperiode anderes zu tun haben, als sich Aktien-Optionen und Direktorenposten zu besorgen. Da hilft es auch nicht zu erklären, man habe die Aktien-Option zurückgegeben.