Generalverdächtigungen sind eine Frechheit 

Über die Äußerung der SPD-Bundesvorsitzenden Saskia Esken vor dem Hintergrund des aktu­ellen Vorfalls Floyd in den USA, es sei auch bei den deutschen Sicherheitskräften ein latenter Rassismus vorhanden, ärgert sich Christine Schnittker, stellvertretende Kreisvorsitzende sehr. „Alle Polizistinnen und Polizisten als Rassisten hinzustellen, ist schon ein starkes Stück", so Schnittker und weist die Vorwürfe entschieden zurück. Grundsätzlich sieht die Innenpolitike­rin Verallgemeinerungen kritisch, insbesondere wenn ein ganzer Berufstand unter Genneral­verdacht gestellt wird. ,,Dazu gibt es meiner Kenntnis keinerlei Anhaltspunkte. Woher Frau Esken ihre Kenntnisse bezieht, ist mir unbekannt." 


Bei der Polizei Bremen und Bremerhaven wird seitens der Behörde das Thema Rassismus u. a. auch schon in der Ausbildung der Kolleginnen und Kollegen sehr ernst genommen und beo­bachtet. ,,Ich kann dieses Misstrauen gegen unsere Sicherheitskräfte nicht bestätigen und warne davor, den traurigen Vorfall in der USA als Mittel zur eigenen Profilierung zu nutzen. Auch wir sind über diesen und alle anderen rassistisch, motivierteren Taten im Polizeieinsatz entsetzt und fassungslos. Und natürlich müssen entsprechende Vorfälle geahndet werden und die Behörden über Maßnahmen verfügen, die entsprechende Neigungen bzw. Anzeichen im Vorfeld aufdeckt. Aber genau hier ist Deutschland im Vergleich zu Amerika oder auch anderen Ländern aus meiner Sicht besonders gut aufgestellt. Das grundsätzliche Misstrauen gegen die Menschen, die jeden Tag ihren Kopf für uns alle hinhalten, muss aufhören", so Christine Schnittker abschließend.