„Nein, eine Maske will ich nicht“

So sind die Einlassungen von Oberbürgermeister Grantz hinsichtlich der beschlossenen Maskenpflicht im Land Bremen zu verstehen, die irgendwie an die Worte des Suppenkaspers erinnern, der solange „Nein, meine Suppe ess ich nicht“ sagte, bis er vom Stuhl fiel.  
 
Er sei ja nicht gegen das Tragen solcher Masken, nur eben nicht als Pflicht, sondern nur freiwillig. Also, das verstehe wer will. Er beharrt darauf, dass es eigentlich reicht, zwei Meter Abstand zu halten.  
 
Also, ich gehöre nicht mehr zu den Nutzern des ÖPNV. Mein Vorstellungsvermögen ist aber groß genug, um zu behaupten, dass man auch in neuen Bussen der VGB nicht jeweils zwei Meter Abstand halten kann, selbst wenn man es wollte. Also dann doch die Maske? Nein, nicht unbedingt. Kontrollen und „Bußgelder“ soll es vorerst ja nicht geben.  
 
Erstmal soll die „Freiwilligkeit“ geprüft werden. Also, nochmal zum Verstehen: Wenn alle freiwillig eine Maske tragen ist das sinnvoll und man braucht keine Maskenpflicht und kein Bußgeld. Was aber, wenn die Menschen sich an OB Grantz ausrichten und freiwillig keine Maske tragen? Dann kommen Kontrolle und Bußgelder. Soll man die Auffassung von Herrn Bovenschulte und Herrn Grantz so verstehen, dass alle Bürger gefälligst einzusehen haben, dass absolut jeder die Maske gefälligst freiwillig zu tragen hat? 
 
Ich meine, hier hat sich der OB verrannt. Unterstützt wird er leider von Redakteuren der NZ, die ebenfalls ohne Maskenpflicht auf das Abstandsgebot setzen.  
 
Wohl lange nicht mehr Bus gefahren, oder?