Falsches Signal

Bei der Verhandlung über die Taten der Tresorbande in Stade ist es für die Staatsanwaltschaft als strafmildernd anzusehen, dass der Haupttäter wegen seines laufenden Asylverfahrens nicht arbeiten dürfe.  
 
Thorsten Raschen, Fraktionsvorsitzender: „Ist der Staatsanwaltschaft in Stade eigentlich bewusst, was sie mit dieser Aussage anrichtet? Jemand, der aufgrund von Verfolgung nach Deutschland kommt, hier Schutz davor erhält, finanziell von den Steuerzahlern unterstützt wird und im Krankheitsfall versorgt ist, überfällt eine 88-jährige Frau und zerstört ihr Leben; und dann will die Staatsanwaltschaft als Strafmilderung das berechtigte Arbeitsverbot geltend machen? Genau solche Aussagen sind das falsche Signal.“  
 
Diese Auffassung ist den Bürgern in unserem Land nicht mehr zu vermitteln. „Wer sein Asylrecht in Deutschland mit solchen Taten missbraucht, hat kein Recht auf unsere Unterstützung. Das Opfer bekommt auch keine zweite Chance, um in ihr altes Leben zurück zu kehren“, so Thorsten Raschen abschließend.