Planungsmittel standen zur Verfügung

Es kommt nicht oft vor, dass eine Stadt sich von einem Wahrzeichen trennen muss. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Bremerhaven nicht Besitzer der Seute Deern ist und es jetzt gilt, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen

 

Thorsten Raschen, Fraktionsvorsitzender: „Die Politik in Bremerhaven hat im Mai mit der Komplementärfinanzierung und den Mitteln vom Bund 1,4 Mio. € für die Planung zur Rettung der Seute Deern beschlossen. Wenn das Schiff im August nicht gesunken wäre, würde heute niemand über den Rückbau des Schiffes reden. Wir würden auf die Ergebnisse warten, wie es mit dem Schiff weiter gehen kann. Für die Sanierung standen Bundesmittel in Höhe von 17 Mio. € zur Verfügung. Diese hätten noch vom Land und der Stadt komplementär finanziert werden müssen.  Wir warten jetzt immer noch auf die Ergebnisse, wie es zu dem Untergang kommen konnte. Welche Sicherungsmaßnahmen hat das Deutsche Schifffahrtsmuseum unternommen, um ein solches Unglück zu verhindern. Diese Fragen sind immer noch nicht aufgeklärt worden.“ Nach dem Beschluss des Stiftungsrates zum Rückbau der Seute Deern muss der Museumshafen in Gänze entwickelt werden. 

 

Ralf Holz, stellvertretender Fraktionsvorsitzender: „Jetzt gilt es, für den Museumshafen ein Konzept zu entwickeln, wie die anderen Schiffe zu retten sind. Hierzu ist es wichtig, dass die Bundestagsabgeordneten aus dem Land Bremen sich dafür einsetzen, dass die 17 Mio. € für den Museumshafen als Teil des Deutschen Schifffahrtsmuseums erhalten werden können. Auch in der Museumsleitung muss es Veränderungen geben. Das Deutsche Schifffahrtsmuseum ist eben nicht nur eine Forschungseinrichtung, sondern auch ein wichtiges nationales Museum; und diesen Aspekt gilt es jetzt wieder stärker in den Fokus zu rücken. Des Weiteren ist die Kritik der Wutbürger an SPD und CDU schon verwunderlich. Noch in der Mai-Sitzung der Stadtverordnetenversammlung haben die Wutbürger gegen die Sanierungspläne der Seute Deern gestimmt.“