Tarifzonen werden vom VBN festgelegt

Von: Thorsten Raschen

Mit Interesse haben wir die Aussagen vom Bürgermeister der Stadt Geestland, Torsten Krüger (SPD) zur Kenntnis genommen, die Tarifzonen im Verkehrsverbund Bremen / Niedersachsen (VBN) ändern zu wollen. Krüger unterstützt die Idee, die Tarifgrenzen zwischen den Umlandgemeinden und Bremerhaven aufzuheben. Thorsten Raschen, Fraktionsvorsitzender in der Bremerhavener Stadtverordnetenversammlung: "Auch wenn die Zuständigkeit der Tarifzonen beim VBN liegt, ist die CDU gerne bereit, sich an dieser Diskussion zu beteiligen. Dann muss es aber auch darum gehen, wie sich Geestland zukünftig finanziell an den Kosten des ÖPNV beteiligen will.

"Bremerhavenbus erbringt derzeit 10 % seiner Fahrleistungen in der Stadt Geestland. Die Stadt Bremerhaven finanziert den ÖPNV mit ca. 4 Mio. € pro Jahr. Die bisherige Beteiligung Geestlands ist hier mehr als gering und deckt nicht annähernd die entstandenen Kosten.

"Ein weiterer Punkt muss natürlich auch diskutiert werden: Wer übernimmt die Finanzierung der Fahrgeldausfälle bei einem Wegfall der Tarifgrenzen? Hier bin ich auf die Aussagen von Bürgermeister Krüger gespannt".

Die CDU-Fraktion fragt sich weiterhin, wie mit den Tarifgrenzen in Niedersachsen umgegangen werden soll. Bei einer Fahrt von Geestland (Zone 255) nach Bad Bederkesa (Zone 256) wird, obwohl beide zur Stadt Geestland gehören, die Preisstufe B berechnet. Wie sieht es zwischen Geestland (Zone 255) und dem Land Wursten (Zone 270) aus, auch hier wird die Preisstufe B fällig. "Wer die Tarifstruktur des VBN anzweifelt, kann sich nicht nur auf Bremerhaven und das Umland fokussieren. Diese Tarifregeln gelten übrigens auch in Bremen und Oldenburg", so Raschen.

Nur wenn Geestland eine höhere Kostenbeteiligung einräumt, ist die Gesprächsaufnahme sinnvoll. Gespräche, die lediglich das Ziel haben, einen Vorteil für die Stadt Geestland zu erreichen, aber zu Lasten der Stadt Bremerhaven gehen, lehnt Raschen konsequent ab.