Kunstrasenplätze Bremerhaven

„Direkte Beschränkungen für den Betrieb von Kunstrasenplätzen durch den Vorschlag der Europäischen Chemikalien-Agentur (ECHA) wäre ein Schlag für den Fußballsport in Bremerhaven“, so Peter Skusa. Und weiter: „Eine ausreichend lange Übergangsfrist ist absolut notwendig.“  

Um allen Menschen Sportmöglichkeiten zu bieten, sind gut ausgestattete Sportstätten in ausreichender Anzahl Grundvoraussetzung. Nur durch die Verfügbarkeit von ganzjährig nutzbaren Sportanlagen ist dieses zu gewährleisten. Kunststoffrasenplätze spielen hierbei, insbesondere für den Fußball, eine enorm wichtige Rolle, da sie eine intensivere Nutzung als Rasenplätze oder Tennenplätze, besonders in der Winterzeit, erlauben. In Deutschland gibt es ca. 5.000 für den Fußballspielbetrieb des DFB gemeldete Kunstrasenplätze, in Bremerhaven sind derzeit 4 in der Nutzung und zwei befinden sich im Bau.  Die im Bau befindlichen Plätze werden von der geplanten Verordnung nicht berührt, weil ausschließlich Quarzsand mit in den Kunstrasen eingebracht wird. Ein weiterer ist noch in der Planung. Würde ein Verbot des Kunststoffgranulats erfolgen, wären die 4 in der Nutzung befindlichen Plätze davon betroffen und der Fußballsport in Bremerhaven hätte große Probleme.  

Skusa: „Maßnahmen, die ein Verbot des Kunststoffgranulats verursachen würden, sind nicht kurzfristig umsetzbar und Alternativen stehen nur mittel- und langfristig zur Verfügung. Hier muss in die Verordnung eine ausreichende Übergangsfrist mit eingeplant werden,“ so Peter Skusa, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und sportpolitischer Sprecher der CDU.  

Die CDU-Fraktion unterstützt deshalb die Position des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und des DFB, die ein Verbot des Inverkehrbringens von Kunststoffgranulaten als Füllstoff in Kunststoffrasensystemen direkt bei Inkrafttreten der Beschränkung als unverhältnismäßig ansehen. Der deutsche Sport spricht sich daher für eine angemessene Übergangsfrist von mindestens sechs Jahren bis zu einem vollständigen Inverkehrbringungsverbot des Kunststoffgranulats zur Verwendung in neuen Kunststoffrasensystemen sowie für die Umstellung bestehender Flächen aus.  

„Wir fordern zudem alle deutschen Europaabgeordneten auf, sich für den Vorschlag des Bundesinnenministers Horst Seehofer, der sich bei Inkrafttreten der Verordnung für eine Übergangsfrist von sechs Jahres für bestehende Kunstrasenplätze ausspricht, in Brüssel einzusetzen.“, so Skusa abschließend.