Absenkung der Mathe-Abi-Noten - wieder nur Kosmetik der Statistik

"Nur zwei Bundesländer tun es und Bremen ist natürlich wieder dabei!", äußert sich die bildungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Irene von Twistern, kritisch zum Anpassen des Bewertungsschlüssels bei den diesjährigen Abiturklausuren in Mathematik.

„Natürlich gönne man jedem Schüler und jeder Schülerin eine bessere Punktzahl. Grundsätzlich werfe die Entscheidung aus Bremen aber zum wiederholten Mal die Frage nach der Leistungsfähigkeit der Bremer und Bremerhavener Schulen und den immer wieder nach unten nivellierten Bewertungsmaßstäben für erbrachte Leistungen auf“, so Irene von Twistern. „Wer gewohnt ist, dass ihm bei durchschnittlich 40 % der Leistungserfüllung eine gut ausreichende Leistung attestiert wird, der arbeitet auch nur, ohne dass man es ihm vorwerfen kann, auf einem ganz bestimmten Level“, kritisiert Irene von Twistern.

Das Korrigieren des Bewertungsmaßstabes, das dem einen oder anderen Schüler das Abitur retten mag, und das dadurch nachträgliche Bereinigen von statistischen Zahlen täusche aber nicht darüber hinweg, dass im Bremer Bildungssystem im Bezug auf Leistungsanforderungen vieles im argen liege. „Gute Durchschnittsergebnisse, niedrigere Durchfallquoten, Bildungsabbrüche und eine Konkurrenzfähigkeit  Bremerhavener und Bremer Schüler mit denen der restlichen Bundesländer erreicht man nur über die konsequente Anhebung des Leistungs- und Anforderungsniveaus sowie einer gezielten und differenzierten Förderung der Schülerinnen und Schüler von Anfang an“, ergänzt Irene von Twistern abschließend.