Chronik des BEW – Vortrag von Wolfgang Lemke am 16.7.2019

Die Plätze für ältere Leute waren schon immer rar, daher wurde der Verein

„Alte ohne Angst“ im Jahr 1977 gegründet und 1978 ins Vereinsregister eingetragen.

Im Jahr 1984 erfolgte die Umbenennung in „ Betreuungs- und Erholungswerk e.V“, Günter Lemke war von 1989 bis 2015 der 1. Vorsitzende. Mit ABM-Hilfe wurde zahlreiche Unterstützungen angeboten wie z.B. Einkaufen, Begleitung bei Arztbesuchen etc, aber auch Spiele- und Gymnastikgruppen eingerichtet,ebenso erfolgte die Einsetzung eines Stadtteilbetreuers. 1981 eröffneten mehrere Begegnungsstätten und 1985 kamen die Seniorenreisen dazu. Die erste Wohnanlage für betreutes Wohnen eröffnete 1982 in Wulsdorf mit eigenem Hausnotruf und bezahlbaren Wohnungen, die nächste Erweiterung kam 1992 für den Landkreis.

80 Ein- und Zweizimmerappartements in 4 Häusern wurden in der Wohnanlage am Blink 1994 ausgebaut, 1995 kam ein eigener Pflegedienst dazu. Ein Neubau in der Schönianstraße komplettierte das BEW, hier konnten bis zu 100 Personen betreut werden. 

Während der Fest- und Pflegewoche im Jahr 2003 ergab es sich, dass ein großer Bedarf an Pflegeplätzen für Demenzerkrankte vorhanden ist, daher kaufte man die „Villa Vergissmeinnicht“ und baute sie entsprechend um.

Die Räumlichkeiten für Verwaltung etc. platzten aus allen Nähten und 2004 konnte das neue Büro in der Wiener Straße bezogen werden, hier wurde auch gleich der Pflegedienst und das Reisebüro integriert.

Im Landkreis ergab sich 2006 die Möglichkeit, den Marschenhof zu übernehmen, hierbei handelt es sich um ein seniorengerechtes Hotel mit Gastronomie.

 Handwerker sind für kleine Reparaturen wie ein tropfender Wasserhahn sehr schlecht zu bekommen und solche Kleinigkeiten kosten dann viel Geld, daher gründete man 2009 den Senioren-Hilfsdienst „Anti-Rost“. Handwerker im Rentenalter aus allen Bereichen helfen unkompliziert beim Wechseln von Glühbirnen, austauschen von Dichtungen etc. Das Handwerk ist erfreut, dass man mit diesen Kleinaufträgen nicht beauftragt wird und in 2018 konnten schon 2300 Hilfseinsätze verzeichnet werden, ohne in Konkurrenz zum Handwerk zu treten.

Im Jahr 2015 starb Günter Lemke und sein Sohn Wolfgang trat die Nachfolge an, er ist bereits seit 2013 im Vorstand und der Geschäftsführung. Seit 2016 betreut man mit dem Außendienst auch den Landkreis mit einem Fuhrpark von 40 Fahrzeugen.

Eine Kooperation mit Geestland erfolgte 2017, Beratungsstellen errichtete man in Langen und Bederkesa.

Das Restaurant und die Wohnungen am Blink erhielten innen und außen 2018 eine Modernisierung, gleichzeitig erfolgte die Umbenennung in „Gastronomie am Blink“.

Die letzte große Aktion in 2019 war der Teilverkauf des Grundstücks am Marschenhof, hier werden 90 barrierefreie Wohnungen errichtet.

Der Verein hat in zwischen 455 Mitglieder und beschäftigt 160 Personen.