Vorsorgevollmacht – Patientenverfügung – Testament

Vortrag von Rechtsanwalt und Notar Guido Wurtz am 4.7.2019
 
Es gibt zahlreiche Vordrucke und Empfehlungen für die Vorsorge im Alter, doch
oft fehlen Kleinigkeiten, die ein Notar besser berücksichtigen kann.
 
Die Leute werden heutzutage älter, dadurch sind wichtige Entscheidungen für Notfälle,
Leitfäden für Angehörige und ein Testament eine wichtige Angelegenheit.
Wenn man aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr selbst entscheiden kann wird
ein gesetzlicher Betreuer eingesetzt, dem u.U. eine große Anzahl von Patienten zugeteilt
wurden, die er natürlich nicht so individuell bedienen kann wie ein über eine notarielle
Verfügung beauftragter naher Verwandter oder guter Freund, dieser hat Vorrang vor
einem gesetzlich bestimmten Betreuer.
 
Man muss hierbei bedenken, dass diese Person befugt ist, Heimverträge abzuschließen,
den Betreuten vor Gericht zu vertreten etc, Problematisch wird es, wenn über Bankkonten
und Versicherungen entschieden werden muss, hier ist eine notariell erstellte Vollmacht
sinnvoll. Ebenfalls für Immobilien ist dies wichtig, private Vollmachten werden dort
überhaupt nicht anerkannt..
 
Für ein Testament ist eine individuelle Lösung in jedem Fall vorzuziehen, ca 20 % der
Einwohnen in Deutschland haben ein wirksames Testament, normal erben bei Eheleuten
Frau und Kinder je zur Hälfte, und es wird häufig das sog. „Berliner Testament“ erstellt.
Hier ist aber in jedem Fall darauf zu achten, dass eine Öffnungsklausel vorgesehen wird,
damit die Vorgaben flexibel gehalten werden und frei abänderbar sind.