„Vor spannenden Wahlen“ war das Thema des Vortrages von Prof. Dr. Otto Wulff am 21. Mai 2019

Prof. Wulff ist seit 2002 der Bundesvorsitzende der Senioren Union Deutschlands, er kommt
gern nach Bremerhaven und wurde im vollbesetzten Saal von Wilhelm Behrens herzlich
begrüßt. Neben über 160 interessierten Senioren waren auch  Vertreter aus der Politik wie der Bürgermeister Torsten Neuhoff, Carsten Meyer-Heder, Thorsten Raschen, Peter Skusa, Christine Schnittker und der Landesvorsitzende der SU Bremen Wedige von der Schulenburg anwesend.
 
Das Meer duldet keine Grenzen, es ist ein freies Meer und Bremerhaven das Tor dazu.
So begann der Vortrag, und so muss es auch in Europa weiterhin bleiben, es dürfen keine
Grenzen neu errichtet werden – Europa ist die Zukunft!
Nach dem Krieg ging von Deutschland ein denkbar schlechter Ruf aus, aufgebaut wurde
das Land durch die Senioren. Im Land war das Ziel: Freiheit vor Einheit, es soll aber
keine zwei Deutsche Staatsangehörigkeiten geben, dies wurde schließlich im Jahr 1989
durch Michail Gorbatschow ermöglicht.
 
Durch die Wahl am 26. Mai steht Europa wieder vor einer wichtigen Entscheidung in welche
Richtung das politische Geschehen gehen wird. Am stärksten unterstützt wird Europa durch
die Senioren, die verlangen aber auch die gleiche Mitbestimmung wie die Jüngeren, auch
in der Partei. Wenn eine Generation weiß, was opfern ist, so sind es die Älteren.
Es gilt, Friedensprojekte zu erhalten und die offenen Grenzen zu den Nachbarn zu bewahren,
40 % aller in Deutschland produzierten Güter werden exportiert. Europa ist die einzige und
große Hoffnung, die wir haben, in spätestens 10 Jahren werden viele Arbeiten von Robotern
verrichtet, die bisher von Menschen gemacht wurden. Ältere dürfen keine Angst haben,
sich dieser Entwicklung zu stellen, mit Angst und Pessimismus können wir nichts gewinnen
und auch keine gute Politik machen.
 
Die Politiker sollten besser den direkten Kontakt zu den Wählern suchen, als in den
vielen Talkshows. Vorträge, die aus der Erfahrung berichten, sind immer interessant.
Das heutige Europa wurde vor 3000 Jahren geschaffen und zwar mit der Griechischen Demokratie. Auch im Römischen Reich konnten sich die Bürger auf diese Errungenschaft
verlassen. Wir brauchen Europa nicht nur wegen des Handels sondern ein Europa der Kultur.
Es muß für jeden Deutschen die Pflicht sein, positiv zu seinem Land zu stehen.
Europa ist die Rettung geworden, wenn wir Europa verlieren, verlieren wir alles, es darf
nicht den Panikmachern überlassen werden.
 
Unter stehenden Ovationen schloß Prof. Wulff seine Rede mit den Worten:
Es lebe das Deutsche Vaterland und Europa.