Medizinische und pflegerische Versorgung

Von: Klaus Gnerlich

Vortrag von Rainer Bensch MdBB 15.01.2019

bei der Seniorenunion

Wenn die Frage gestellt wird, was ist Gesundheit, werden viele Argumente genannt, vereinfacht könnte man sagen, Gesundheit ist der Zustand des völligen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens, wobei dem geistigen und sozialen eine nicht unerhebliche Wertung zukommt.

Gesund sein heißt nicht nur, nicht krank zu sein, sondern der Mensch muß sich in seinem Umfeld wohlfühlen, das ist in der Familie, dem Arbeitsplatz, der Freizeitgestaltung. Hierbei ist Prävention ein wichtiges Thema, wer sich in seiner Umgebung wohlfühlt, ist weniger anfällig für Krankheiten. Es wäre gut, wenn die Krankenkassen mehr Geld für Prävention ausgeben würden, dies würde dann vielfach für spätere Behandlungen eingespart.

Die Digitalisierung zieht natürlich auch in den Gesundheitsbereich ein, durch Einträge in die Chipkarten der Krankenkassen kann sich jeder Arzt über den bisherigen Verlauf der Behandlung informieren und doppelte Untersuchungen entfallen, nichtverträgliche Medikamente sind sofort ersichtlich. Es laufen Tests, bei denen der Arzt das Rezept mit dem erforderlichen Medikamenten elektronisch an die Apotheke schickt, diese dann den Patienten informiert, wenn die Abholung erfolgen kann, das erspart unnötige Wege, da nicht immer alle Medikamente sofort lagermäßig gehalten werden können.

Natürlich wird die Robotik auch in die Pflege für die Zukunft wichtig sein, Schwestern und Pfleger sollen ihrer natürlichen Tätigkeit des Pflegens nachkommen und sich nicht mit allen möglichen anderen Arbeiten befassen müssen.

In Deutschland hört man ständig von fehlendem Personal bei den Ärzten und in den Pflegeberufen. Herr Bensch behauptet, es seien genügend vorhanden, allerdings können diese leider nicht den eigentlich vorgesehenen Tätigkeiten nachgehen. Die Ausbildung zum Arzt kostet den Staat etwa € 500.000,--, anstelle das Erlernte nun auch für die Menschen einzubringen, werden ihm viele Kontroll- und sonstige Arbeiten zugemutet, die ihn von seiner eigentlichen Tätigkeit, nämlich dem Heilen, abhalten. Nach der Ausbildung wandern auch viele in private Dienste, in der Industrie und zu sonstigen Instituten ab, diese fehlen natürlich in den Krankenhäusern und Praxen.