Botschafter für Nachhaltigkeit

Der Bürgermeister von Geestland – Thorsten Krüger – ist bei der Senioren Union  immer ein gern gesehener Gast, seine Vorträge sind hochinteressant.
Das nachhaltiges Handeln in unserer Zeit unerlässlich ist, braucht sicher nicht erwähnt zu
werden, dass Deutschland aber  mit etwa 1 % der Weltbevölkerung dies allein durchführen kann, wie so manche Politiker es ich vorstellen, ist  leider ein Wunschtraum.
 
Die Stadt Geestland hat im Jahr 2008 begonnen, nachhaltiges Handeln einzuführen,
es geht um Familien – Bildung – Wissenschaft. Hierzu wurde ein Nachhaltigkeitsrat
gegründet, dem 33 Mitglieder angehören. Den Anfang machte die Einführung von
LED Beleuchtung bei den Straßenlaternen, schon nach einigen Jahren hatten sich
die Kosten für die Neuanschaffung amortisiert, 70% Energieeinsparung wurden erreicht.
Jetzt werden alle Themen von allen Abteilungen zusammen diskutiert, dadurch ist
es möglich, Entscheidungen sofort zu treffen. (Einzelheiten nachzulesen im Internet)
 
Natürlich ist die CO2 Belastung zu hoch, angefangen hat dies mit der Industrialisierung,
ausgehend von England kam sie als nächstes nach Deutschland. Durch die bisherige
Erderwärmung von 1,5° werden unwiederbringlich Tierarten ausgerottet, die Korallenriffe
werden sterben. Was jetzt durchgeführt wird, muß mit Maß und Ziel sein, und die Umwelt
sollte durch schnell eingeführte Maßnahmen nicht noch mehr belastet werden. Das beste
Beispiel dafür sind die Elektroautos. Zum Herstellen der Batterien wird die Umwelt in einer
Größenordnung belastet mit der ein Dieselfahrzeug jahrelang fahren kann. Noch nicht
berücksichtigt ist die Entsorgung der Batterien, dafür gibt es noch nicht einmal Anhaltswerte.
Auch die Gefahren sind noch nicht bekannt, sh. Elektrofahrzeuge der Post, bei denen die
Batterien brannten und jetzt komplett aus dem Verkehr gezogen wurden.
Das Schlimmste aber ist der Strom, der ja einfach aus der Steckdose kommt. Was nützt dieses
ganze „umweltfeundliche Fahren“, wenn der Strom aus Kohlekraftwerken oder auch aus
Atomkraftwerken kommt, nebenbei gesagt, in Norwegen wird gerade ein neues Atomkraftwerk gebaut. Bevor die Infrastruktur bezüglich Stromversorgung nicht so gestaltet
ist, dass genügend zur Verfügung steht, sind Elektroautos keine Alternative. Die Reichweiten
sind zu kurz, das Aufladen dauert zu lange und die Autos sind zu teuer.
Die vorhandenen Kraftwerke gehen in Spitzenzeiten an die Kapazitätsgrenzen und wenn man
sich dann vorstellt, Tausende von Autos werden aufgeladen oder wie hier in Bremerhaven
die Schiffe   mit Landstrom versorgt, dann gehen in den Haushalten die Lichter aus.
Wenn jetzt in Deutschland mehr Strom als hergestellt wird erforderlich ist, kauft man diesen
aus den Nachbarländern mit Atomkraftwerken zu, welch ein Hohn, dann hätte man unsere
ja auch bestehen lassen können.
 
Bei all den Diskussionen  um die ach so schlimmen Dieselfahrzeuge wird nur immer etwas
übersehen, wer soll die Versorgung der Städte durchführen, wenn  Busse, Lastwagen
oder Kleintransporter ausgesperrt werden müssten. Ich möchte den Politiker sehen, der
einen Handwerker für eine dringende Reparatur an seinem Haus durchführen lassen muß
und er erhält die Antwort, dass niemand wegen des Dieselverbotes kommen kann. Wenn
man die ganzen Nutzfahrzeuge von einem Verbot ausnimmt, macht das alles keinen Sinn mehr.Über Sinn und Unsinn lässt sich hierbei sowieso streiten, was nützt das ganze Messen,

wenn wie z.B. in Oldenburg anlässlich einer Straßensperrung wegen eines Laufes die
Werte höher liegen als bei normalem Verkehr, oder in Hamburg an den gesperrten Straßen
sich schlechtere Messungen zeigen. Das alles der Bevölkerung zu erklären, ist sehr schwer.
 
Da werden in Deutschland tausende von Dieselfahrzeugen verschrottet oder ganz billig
in die osteuropäischen Länder verkauft, dort freut man sich über die günstigen Preise
und belastet die Umwelt munter weiter. Das ist doch alles Augenwischerei, ob die
Verschmutzung in Deutschland oder Osteuropa erfolgt, wo ist da der Unterschied für Europa?
 
Deutschland ist Weltmeister im Mülltrennen – gelbe, blaue, braune und graue Tonne.
aber was nützt das alles, wenn sich unsere gelben Säcke in Afrika oder Asien wiederfinden?
Sinn der ganzen Aktion sollte doch ein Wiederverwenden des Rohstoffes sein, der aber
offensichtlich häufig in die falsche Richtung geleitet wird. Da gibt es Müllverbrennungs-
anlagen, die mit normalem Restmüll die erforderlichen Temperaturen nicht erreichen und dann Papier und Plastik zukaufen! Da fragt man sich doch, wozu man den Müll dann trennen soll.

Umweltschutz ist wichtig, aber nicht um jeden Preis.