Hire and Fire im Hafen?

Von Nikoläuse verteilen werden die Familien der Hafenarbeiterinnen und Hafenarbeiter nicht satt!

Die CDA Bremerhaven fordert den Senat auf, sich in seiner Verantwortung als Mehrheitseigentümer der BLG dafür einzusetzen, den GHBV auch im Logistikbereich als führenden Personalanbieter zu erhalten, die Personalversorgung und dadurch die drohenden Massenentlassungen beim GHBV abzuwenden.

Vorstandsmitglied Claus-Dieter Raschen betont unmissverständlich:„ Dass jetzt die zu erledigende Arbeit immer mehr von Zeitarbeitsfirmen in Zeiten der Krise geduldet und übernommen wird, ist eine Unmenschlichkeit die ihresgleichen sucht!

Die CDA bekundet volle Solidarität den Hafen-Beschäftigen gegenüber. Michael Krause stellv. Kreisvorsitzender, äußert sich besorgt:„ Der Verdacht, dass der GHB ausgehebelt werden soll, um dann die Arbeit von billigeren Zeitarbeitsfirmen erledigen zu lassen, hält sich seit Jahren und wird in der aktuellen Covid-19 Krise weiter befeuert.Wo bleiben da klare Aussagenseitens der Rot-Rot-Grünen Landesregierung, die ja Gesellschafter bei der BLG und dort auch im Aufsichtsrat vertreten ist?“

Raschen kritisiert: „In Zeiten der Pandemie sich stumm zu stellen und weitere Lohnverluste und Arbeitsverdichtung im Bereich Logistik zu tolerieren, speziell in den Hochlagern, und sich für das Erlangen eines fairen Lohnniveaus nicht einzusetzen ist verantwortungslos, da helfen auch keine Nikolausverteilaktion für das Bundestagsmandatvon Uwe Schmidt (SPD).“

Die CDA fordert,dass der GHB aus der Insolvenz geführt wird und zwar in eine Zukunft, in die GHB im Hafen wieder alle Personalanforderungen vollständig und bedarfsgerecht abdecken kann. Ausgliederung und ein starker Arbeitsplatzabbau für den Hafenumschlag können nicht die Lösung sein!

Besonders irritierend ist aber das Stillhalten der Vertragspartner seit der Änderung des Gesetzes über die Schaffung eines besonderen Arbeitgebers für Hafenarbeiter (Gesamthafenbetrieb), womit auf Seiten der Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Möglichkeit gegeben wurde,sich dafür einzusetzen, dass genau das nicht passiert.

Die Leittragenden sind die Beschäftigten im Hafen!“, so Raschen und Krause abschließend.