GHB-Insolvenz – Niedergang auf Raten

Mit völligem Unverständnis sehen die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) und die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) das Zusammenspiel einiger SPD-Funktionäre. Auf der einen Seite wird, nach dem Niedergang der Off-Shorebranche, um jeden Arbeitsplatz gekämpft, andererseits wird hier leichtfertig mit 1300 Arbeitsplätzen im Hafen umgegangen. Gerade in der jetzigen Phase (Pandemie, Zusammenschluss Hamburg – Bremerhaven) muss jeder mögliche Arbeitsplatz in Bremerhaven erhalten bleiben.

Wie kann der Betriebsrat des Gesamtbetriebshafenverein (GHB) sehenden Augens 1300 Mitarbeiter aufs Spiel setzen?“, fragt sich die stellvertretende Kreisvorsitzende der MIT Karin Tuczek, obwohl immer wieder die kurzen Wege in Bremerhaven propagiert werden und schon 2018 sichtbar war, dass hier grundlegende Änderungen vorgenommen werden mussten. „Seit Jahren ist die wirtschaftliche Lage des GHB bedenklich und hat sich inzwischen durch Umschlagrückgang zugespitzt und nun wird so getan als seien alle überrascht?“, so Michael Krause stellv Kreisvorsitzender (CDA).

Vor nicht einmal zwei Monaten forderte die MIT die Außenweservertiefung und die Kajen Ertüchtigung in keinen Zusammenhang zu bringen. Der Vorstand der MIT Bremerhaven fordert vom Bremer Senat und hier insbesondere von der Hafensenatorin Claudia Schilling, sich dafür einzusetzen, dass die notwendigen Investitionen zur Ertüchtigung der Kajen Terminals I bis IIIa zügig erfolgen müssen. Das gleiche gilt für den Bau des OTB‘s. Das sind Investitionen in die Zukunft. Wir brauchen eine Infrastruktur mit Schwerlastkajen, die die Containerbrücken der neusten Generation tragen können.

 

Und jetzt wird fahrlässig mit den Mitarbeitern des GHBs umgegangen. Alle Investitionen nützen nichts, wenn geeignete Mitarbeiter den Standort Bremerhaven verlassen müssen, da sie hier keine Unterstützung erhalten! Wir fordern schnellstmöglich Lösungen von der Führung des GHBs zu suchen, um möglichst vielen Mitarbeitern einen sicheren Arbeitsplatz zu gewähren. Es müsse sofort reinen Tisch gemacht werden. Eines sei klar, hier sollte Bremen nicht wegschauen, sondern handeln!