Wer soll eine 7. „Flaniermeile“ an der Columbusstraße nutzen?

Von: Thorsten Raschen

Das fragt sich die Bremerhavener CDU. Neben den "Flaniermöglichkeiten" auf dem Weserdeich und neben dem Weserdeich gibt es die Möglichkeiten, den Außenbereich des Schifffahrtsmuseums vom Radarturm bis zum Zoo am Meer und weiter zu nutzen. Als nächstes steht der für einen Millionenbetrag erstellte "Steg am Alten Hafen" zum Flanieren zur Verfügung. Dazu kommt dann noch die Fußgängerzone und für völlig kälte- und windempfindliche "Flanierer" die Obere Bürger.

Wer soll also darauf warten, direkt am Straßenverkehr entlang auch noch die Columbusstraße nutzen zu können. Thorsten Raschen, Fraktionsvorsitzender und Michael Teiser, Parteivorsitzender, sind sich in der CDU einig, dass dies nur eine vorgeschobene Begründung sein kann. Hier geht es scheinbar darum, unabhängig von Verkehrszählungen und erforderlichen Verkehrserfordernissen, einen jetzt funktionierenden Verkehrsfluss zur Erreichung der Parkhäuser, der Havenwelten und Lehes zu behindern. Ohne Busspur und jeweils nur einer Fahrbahn in beide Richtungen, würde nicht nur bei Großveranstaltungen, sondern auch bei jedem Verkehrsunfall, zum Chaos führen.

Ebenso ist die "Riegelfunktion" des Columbus-Centers so nicht aufzuheben. Wer daran glaubt, braucht keine 7. "Flaniermeile", sondern muss auf die Bebauung des Eulenhof-Grundstücks verzichten, da damit der Riegel endgültig geschlossen wird.

Die Attraktivität der Fußgängerzone ist so nicht zu erreichen. Dafür müssten vielmehr zusätzliche Mittel für die Unterhaltung und Attraktivierung der Fußgängerzone bereitgestellt werden.

Ironisches Verständnis zeigt die CDU für die völlig überraschende Idee des Herrn Heller. Dieser verspricht sich durch eine Mittelbebauung in der Columbusstraße zusätzliche Attraktivität für sein zufällig an dieser Stelle zurzeit erbautes Hotel. Aus seiner Sicht wäre wahrscheinlich auch ein Verschwenken der Columbusstraße sinnvoll, sein Hotel würde dann nicht mehr an einer Hauptstraße liegen.

Bevor weitere unnütze Zeit in der Bauverwaltung vertan wird, sollte sich diese um das kümmern, was dringend erforderlich ist, also die Renovierung von Straßen und Brücken sowie die Beplanung von Baugrundstücken. Diese Maßnahmen haben bei leeren Kassen oberste Priorität.

Dem Kammer-Geschäftsführer, Herrn Fonger, bietet die CDU an, gemeinsam eine Ortsbesichtigung durchzuführen, um ihn mit den realen Gegebenheiten vor Ort vertraut zu machen.