Gewaltbereitschaft an Schulen

Von: Irene von Twistern

"Eine derartige gewalttätige Eskalation von Streit ist immer ein großes Thema", äußert sich die bildungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Irene von Twistern. Sie zeige wenig Verständnis für den Versuch vom Magistratssprecher, dem Stadtschülerring und dem Präventionsrat, auch nur im Ansatz das Aggressionsproblem an Schulen zu verharmlosen und diesen Fall als einen der wenigen bedauerlichen Einzelfälle darzustellen, bei dem nichts Schlimmeres passiert sei. "Gerade diese Rhetorik und Abschwächung eines Vorfalls", so von Twistern, "verführt dazu, weniger achtsam und fürsorglich im Alltag mit solchen Situationen umzugehen, wie der vorliegende Fall ja auch zeigt."

Von einer Schule, die für sich das Prädikat "intensive Gewaltprävention" in Anspruch nimmt, erwartet man professionelleres Umgehen mit solch einer Situation. Von Twistern: "Wir erwarten, dass es nicht nur Gesprächsangebote zu dem Vorfall gibt, sondern dass es hier auch eine völlige Aufklärung über die Tathintergründe sowie den Tathergang gibt und eventuelle Versäumnisse der Schule aufgearbeitet und kommuniziert werden." Von Twistern weiter: "Ein solcher Vorfall darf sich an keiner Schule wiederholen! Die offensichtliche Schwere der Verletzungen erfordert ein Umdenken in Bezug auf die Wahrung des Schulfriedens. Nur wenn von den Verantwortlichen der Schule eine klare Positionierung gegenüber dem Opfer als auch den Tätern erfolgt, kann Schule glaubhaft sein und eine Vorbildfunktion für andere Einrichtungen und Elternhäuser darstellen!"