Ausflug mit der Elbfähre nach Dithmarschen

Seit August 2015 existiert wieder eine Fährverbindung von Cuxhaven Steubenhöft nach Brunsbüttel, für die 25 km Strecke ist eine Zeit von ca 70 Minuten angesetzt. Es gibt 2 Fähren, die Grete und die Anne-Marie, für das kommende Jahr ist ein weiteres Schiff vorgesehen. Transportiert werden neben normalen Passagieren auch Pkw, Lkw, Busse, Wohnmobile und Zweiräder.

In Brunsbüttel war eine Besichtigung der Schleuse des Nord-Ostsee-Kanals eingeplant, wo die Schiffe auf das jeweilige Wasserniveau gehoben oder abgesenkt werden. Bisher gibt es die große Schleuse mit 2 Kammern und die kleine Schleuse, ebenfalls mit 2 Kammern. Aufgrund des ständig zunehmenden Verkehrs wird jetzt die 5. Schleusenkammer gebaut, da die große Schleuse dringend saniert werden muß. Um eine Einschränkung des Schiffsverkehrs zu vermeiden, hat man sich entschlossen die neue Kammer zu bauen. Diese wird eine Länge von 330m und eine Nutzbreite von 42m verfügen und soll im Jahr 2021 fertiggestellt sein.

Der Nord-Ostsee-Kanal gilt als eine der wichtigsten Verkehrsadern in Europa, bei der Durchfahrt werden immerhin ca 800 km Strecke abgekürzt, was natürlich eine erhebliche Zeitersparnis und damit weniger Treibstoff bedeutet. Damit sind die
Benutzungskosten für ein Frachtschiff von ca € 9.000,00 schnell gegengerechnet, abgesehen von den häufig schlechten Witterungsbedingungen im Skagerrak.

Nach dem Mittagessen ging die Fahrt weiter zur Seehundstation Friedrichskoog. Im Mai jeden Jahres beginnt die Geburtszeit der Seehunde in Schleswig-Holstein und Anfang Mai wurde auch schon der erste "Heuler" von dem zuständigen Seehundjäger in die
Station gebracht, er erhielt den Namen „Piefke“. Kurze Zeit später folgten die Heuler "Heintje" und "Smutje". In Friedrichskoog befinden sich neben Jungtieren auch ältere Seehunde, die verletzt eingeliefert wurden und hier gesundgepflegt werden. Den Besuchern der Küste wird empfohlen, einen großen Abstand zu den Heulern in freier Wildbahn zu halten, die Seehunde nicht anzufassen und entweder Seehundjäger, Seehundstation oder die Polizei bei einem Fund zu benachrichtigen, dann wird alles in richtige Bahnen gelenkt.

In der Station gibt es zahlreiche Informationen zu den Robben, einige leben dauerhaft dort und die Besucher erhalten Eindrücke von dem Verhalten der Tiere auch durch die großen Unterwasserfenster.

Die Ausstellung "Robben der Welt" gibt Informationen über die Biologie, Gefährdung und Schutzmaßnehmen und zeigt die Artenvielfalt. Man unterscheidet drei verschiedene Kategorien:
1. Ohrenrobben, das sind der Nördliche Seebär, Südlicher Seebär, Sellers Seelöwe, die Mähnenrobbe, der Kalifornische Seelöwe, der Australische Seelöwe und der Neuseeländische Seelöwe.
2. Hundsrobben sind Mönchsrobben, See-Elefanten, Rossrobben, Krabbenfresser, Seeleopard, Klappmütze, Bartrobben, Sattelrobben, Bandrobben, Ringelrobben, Kegelrobben, Seehund und Largharobben.
3. Walrosse

Es ist erstaunlich, wie sich die Gebisse der einzelnen Arten auf die Jagd nach Beute den jeweiligen Gegebenheiten angepaßt haben, da gibt es normale Fangzähne, wie sie von Raubtieren bekannt sind, aber auch solche mit Widerhaken, die ein Entkommen der Beute fast unmöglich machen.