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Die Neumayer Station - Arbeitsplatz am unteren Ende der Welt. Dr. Eberhard Kohlberg vom AWI berichtet

Das Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven wurde 1980 gegründet und gehört zu den führenden Einrichtungen für Klimaforschung an den Polen und den Meeren. Ca 950 Mitarbeiter sind an dem Hauptsitz in Bremerhaven und den Niederlassungen auf Sylt, Helgoland und in Potsdam beschäftigt. Die Hauptforschungsgebiete sind die Arktis und die Antarktis. Zwei Forschungsschiffe, die Polarstern und die Heincke, sowie die Polarflugzeuge Polar 5 und Polar 6 gehören zu den Transportmitteln zur Versorgung der Stationen.
Dr. Kohlberg berichtete über die Station Neumayer III in der Antarktis, die eine Besonderheit bietet Die Plattform für die Station ist auf 16 Stelzen gebaut, die  hydraulisch angehoben werden können, um den fallenden Schnee auszugleichen und nicht wie die bisherigen Röhrenformen im Schnee zu versinken. Sie befindet sich auf dem Ekström Schelfeis und wurde im Jahr 2009 in Betrieb genommen. Sie ist die Basis für die deutsche Antarktisforschung. Das Eis an der Küste wandert bis 250 m im Jahr.
Auf dieser Plattform - 68 m lang und 23 m breit, Gesamthöhe 21 m - befinden sich unter einer Schutzhülle 100 Container für Wohn-und Schlafräume, Küche, Funkraum und Hospital, von dem aus eine direkte Verbindung zum Krankenhaus in Reinkenheide
besteht, mit der  Telemedizin durchgeführt werden kann.
Drei Generatoren und ein Notfallgenerator versorgen die Station mit Energie, der Kraftstoffverbrauch liegt bei ca 700 l Winter-Diesel am Tag. Eine Windkraftanlage unterstützt die Einrichtungen. Die biologische Kläranlage sorgt dafür, dass nicht mehr als notwendig Wasser verbraucht wird, der Restmüll wird in Containern gesammelt und durch die Polarstern zum Festland zur ordnungsgemäßen Entsorgung verbracht. Frischwasser wird aus Schnee gewonnen, man nutzt zum Auftauen die Abwärme der Generatoren.
Die Hauptaufgaben der Observationen sind im den Bereichen Geophysik und Intraschall (Überwachung von Atomversuchen), Hydrostatik (Geräusche von Seetieren wie Walen und Robben), Meteorologie und Spurenstoffe (hier wird gemessen, welche klimarelevanten Gase sich in der LUft befinden).
In der Sommerzeit befinden sich ca 40 Personen in der Station, im Winter sind es nur 8 - 10, das ist dann das Überwinterungsteam. Von Mitte November bis Ende Januar ist Sommer am Südpol, in dieser Zeit geht die Sonne nicht unter, während vom 21.5. bis 22.7 Polarnacht herrscht.

Bettina Hornhues MdB

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