Hospiz nicht gefährden

15.06.2017 | Von: Von: Thorsten Raschen

Die CDU-Fraktion betrachtet die derzeitige Situation um das geplante Hospiz in Bremerhaven mit großer Sorge. Über Standorte ist bisher überhaupt keine Entscheidung gefallen. Der bisherige Stand ist das Ergebnis der Verwaltung, an dem die Politik bisher nicht beteiligt wurde.

 

Thorsten Raschen, Fraktionsvorsitzender: "Uns wurde bisher nur der Standort zwischen dem Gesundheitsamt und dem Jugendgästehaus als Fläche für das Hospiz vorgestellt. Inzwischen sind weiter Alternativen bekannt geworden, die wir als CDU jetzt mit der Dieckell-Stiftung als Bauherr und der AWO als Betreiber besprechen werden. Nach den neuen Erkenntnissen ist der Standort am Gesundheitsamt der Problematischte. Die Suche nach einem geeigneten Grundstück muss jetzt zwischen dem Magistrat, der AWO und der Dieckell-Stiftung besprochen werden.

 

"Die CDU weist daraufhin, dass ein Hospiz nur zu 95 % der Kosten von den Kassen finanziert wird. Deswegen ist es nachvollziehbar, dass der Betreiber nach Synergieeffekten sucht, wie z.B. die Nutzung vorhandener Infrastruktur in bestehenden Einrichtungen.

 

Ralf Holz, gesundheitspolitischer Sprecher: "Nach vielen Jahren scheint ein Hospiz in Bremerhaven endlich zum Greifen nah. Für die Errichtung eines Hospizes haben sich viele Bürger engagiert. Diese Entwicklung darf nicht gefährdet werden. In einem Hospiz können sterbenskranke Menschen in allen Altersgruppen in der letzten Zeit ihres Lebens in einer häuslichen Umgebung verbringen. Eine solche Einrichtung wird in Bremerhaven dringend benötigt. Vor diesem Hintergrund müssen wir jetzt in Gesprächen alle Alternativen für einen Hospizstandort prüfen.